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Anspruch des Beamten auf Familienzuschlag nach Scheidung

Wir empfehlen Ihnen dringend, Ihrer Personalverwaltung Mitteilung zu machen, sobald Ihre Ehe rechtskräftig geschieden ist.
Die Scheidung kann die Höhe der Ihnen zustehenden Bezüge (und auch, wie erwähnt, die Beihilfeberechtigung) beeinflussen.
Es kann zu Überzahlungen und später zu Rückforderungen kommen, wenn die Personalverwaltung nicht in Kenntnis gesetzt wird oder auf die Mitteilung nicht richtig reagiert. Prüfen Sie Ihre Bezügemitteilungen, fragen Sie nach!

Mit der Scheidung der Ehe fällt grundsätzlich der Anspruch des geschiedenen Beamten / der geschiedenen Beamtin auf Familienzuschlag (der Stufe 1 - sog. Verheiratetenfamilienzuschlag) weg.

Unter bestimmten Bedingungen bleibt allerdings der Anspruch erhalten, und zwar insbesondere "wenn der geschiedene Beamte dem früheren Ehegatten aus der letzten Ehe zum Unterhalt verpflichtet ist".
Es ist also für die Personalverwaltung auch von Bedeutung, ob Sie im Zusammenhang mit der Scheidung verpflichtet wurden, Ihrem geschiedenen Ehegatten weiter Unterhalt zu zahlen.
Dies macht übrigens bei Beamten die Berechnung des nachehelichen Unterhalts ein wenig komplizierter.
Berücksichtigung des Familienzuschlags beim nachehelichen Unterhalt

Bitte beachten Sie, dass der Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehegatten endet, wenn er/sie wieder heiratet.
Dann können die Voraussetzungen für die Gewährung des ehegattenbezogenen Familienzuschlags nicht mehr gegeben sein.
Auch sonst gibt es Zweifelsfälle.
Problematisch ist es insbesondere, wenn der Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehepartners mit einer Einmalzahlung abgefunden wird. Kein Familienzuschlag nach Unterhaltsabfindung für geschiedene Ehefrau

Es gibt aber weitere denkbare Gründe für die Gewährung des Familienzuschlags der Stufe 1.
So kann sich ein Anspruch auf Familienzuschlag für den ledigen oder geschiedenen Beamten aus der Aufnahme eines Kindes in den eigenen Haushalt ergeben.
Die sog. Eigenmittelgrenze ist übrigens im Jahr 2012 aus den Gesetzen herausgenommen worden.
Familienrecht / Übersicht
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§ 40 Abs. 1 BBesG Besoldungsgesetz Hamburg